Franz Huber Weg

Bei diesem acht Kilometer langen Höhenweg, der landschaftlich zu den schönsten in Südtirol gezahlt werden darf, handelt es sich um einen schmalen Steig, der stellenweise äußerst steile Felshänge durchquert, aber an den besonders exponierten Stellen mit Halteseilen und an einer großen Felsplatte mit Eisenklammern versehen ist. Die Route wurde im Sommer 1949 von Mitgliedern der Sektion Meran des Südtiroler Alpenvereins in nicht ungefährlicher Arbeit angelegt und später nach Franz Huber, dem Meraner Sektionsvorstand und Mitbegründer des Südtiroler Alpenvereins benannt. Die Begehung des Höhenweges, die zusammen mit dem relativ kurzen Aufstieg zum Hochganghaus und dem langen Abstieg nach Partschins eine großartige, wenn auch lange Rundtour ergibt, wird hier von Ost nach West vorgeschlagen, doch ist sie durchaus auch in umgekehrter Richtung zu empfehlen. Der Steig führt ohne größere Höhenunterschiede vom erwähnten Hochganghaus, das wir teils mit einer Bergbahn, teils zu Fuß erreichen, quer durch die Steilkanten, die von Tschigot und Rötelspitze ins Zieltal abbrechen, bis zu der mitten im Naturpark Texelgruppe gelegenen Lodnerhütte. Er zeichnet sich vor allem durch seine kühne Routenführung aus, aber er bietet auch eindrucksvolle Blicke auf die teils grüne, teils felsige Gebirgsszenerie der südlichen Texelgruppe, und an vielen Stellen begegnet man im Sommer einer reichen und farbenfrohen Alpenflora.